Sucker Punch – Kritik
- Kateogrie: Kino
- 01.04.2011
- Kommentare: 4
Bereits am Mittwoch musste ich von vielen Kollegen hören: “Du, die Kritik zu Sucker Punch ist nicht so toll, weil…”. Doch noch bevor sie den Satz beenden konnten, unterbrach ich sie. Ich wollte mir selbst ein Bild vom Film machen, da ich vom Regisseur Zack Snyder (300, Watchmen) viel halte. Gestern habe ich ihn mir im Kino angeschaut und nun habe ich mein Bild.
Inhalt
In Sucker Punch geht es um die 20 jährige Frau Baby Doll (Emily Browning), die durch eine Intriege ihres Stiefvaters in eine geschlossene Anstahl eingewiesen wird. Dort soll sie in den nächsten fünf Tagen einer Gehirnbiopsie unterzogen werden. Durch die psychischen und physischen Qualen flüchtet sich Baby Doll in eine phantastische Traumwelt, in der alle realen Personen in ihren nähren Umfeld durch außergewöhnliche Charaktere dargestellt werden. Dort führt diese ebenso phantastische Aufgaben aus, die in Wirklichkeit eher banal erscheinen. So wird aus dem Diebstahl eines Küchenmessers eine futuristische Zugverfolgung, mit dem Ziel eine Bombe zu entschärfen und zu entführen.
Schlechte Geschichte?
Oft wird Sucker Punch fehlende Handlung vorgeworfen. Gänzlich kann ich dem nicht zustimmen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte in all ihren Facetten sehr gut dargestellt. Besonders die rhetorischen Mittel, die vielleicht beim ersten Anschauen im Ganzen nicht gleich auffallen, sind zahlreich. Damit sind nicht nur die offensichtlichen Mittel, wie die zu besorgenden vier Gegenstände gemeint, sondern auch das Paradies als Ziel der Flucht, was kurz vor Ende auf einer Werbetafel zu sehen ist. Von diesen Mitteln finden sich einige. Die Botschaft des Film (ja, es gibt eine) ist meiner Meinung nach gut rübergekommen: “Die menschliche Psyche ist in der Stande schlimmste Ereignisse zu auszublenden und, auf welche Art auch immer, in der Realität (logisch) zu handeln und moralisch zu entscheiden.”
Leider ist der Bezug zur Realität eher als Rahmenhandlung zu sehen. Aber mal ehrlich, trotz der netten Botschaft: Eine tiefgründige und philosophische Handlung war sicherlich auch nicht das Ziel des Film.
Less is more, sometimes
Der Stil vom Snyder Vorzeigefilm 300 ist einzigartig. Besonders die Slow-Motions sind beim Publikum gut angekommen. Diese Stilistik findet auch bei Sucker Punch Anwendung. Das macht in der ersten Actionszene noch ganz gut Spaß, zieht sich aber durch den ganzen Film und endet mit Kampfszenen, die fast ausschließlich in Zeitlupe stattfinden. Defintiv zuviel! Die verschiedenen Szenarien, die Baby Doll bei jeder Aufgabe durchlebt, sind in verschiedenen Genres angesiedelt. Genau diese Vielfalt ist ein, meiner Meinung nach, weiteres Problem. Das asiatischen Szenario kommt noch ganz nett rüber, so wirkt jedoch das Mittelalter- oder das Sci-Fi-Szenario eher hingeklatscht.
Fazit
So schlecht, wie einige Kritiken Sucker Punch darstellen, würde ich den Film nicht bewerten. Es ist aber auch kein episches Abenteuer wie 300. Die Geschichte und die Botschaft sind in Ordnung, aber auch verbesserungswürdig. Besonders hervorzuheben sind aber Soundtrack und Maske. Wer auf ausdrucksstarke, realitätsferne Action mit guten Effekten steht, sollte sich den Film anschauen. Wer eine tiefgründige Handlung wie Inception erwartet, kann sich den Film sparen.





Prinzipiell mochte ich den Film eigentlich.. was die Kampfszenen angeht war Sucker Punch mehr als episch. Nur das Ende und der Spannungsbogen haben mir nicht zugesagt. Bisschen schade drum, hatte durchaus viel Potential.
Meine Kritik folgt noch, was würdest du denn an Sternen/Punkten vergeben?
Danke für dein Comment Norman. Grundsätzlich würde ich 6 von 10 Sternen vergeben.
Wir haben ja bereits nach dem Film ausgiebig diskutiert. Mir ist die Story wirklich zu dünn. Gleichsam werden alle Klischees von Gewalt, Sex und Grausamkeiten perfekt bedient.
Sorry, kein guter Film!
Also ich bin ein wenig enttäuscht von dem Film, da die Story irgendwie keinen Tiefgang hatte, hab ich mich nicht richtig in den Film hineinversetzen können. Aufgrund dessen würde ich nur 4 von 10 Punkte vergeben.