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Suchandt.de Blog

Es hat sich ausgefuchst

  • Kateogrie: Allgemein
  • 06.02.2011
  • Kommentare: 12

Nicht immer ist das Internet daran schuld, wenn die Webseiten nur langsam aufgebaut werden. Oft vergisst man, dass man eventuell auch mal seinen Browser auf die neuste Version bringen müsste oder nicht mehr verwendete Extensions deinstallieren sollte. Ich gehe in solchen Situationen auch gern mal ein Schritt weiter und frage mich, ob mein aktueller Browser wirklich noch der beste für mich ist. In der Vergangenheit konnte ich dir Frage immer deutlich beantworten: Firefox. Besonders wegen der hohen Anpassbarkeit und der guten Geschwindigkeit war der feurige Fuchs meine unangefochtene Eins.

Der Fuchs ist in die Jahre gekommen

Chrome 9 und Firefox 3.6 im VergleichFür den Webentwickler ist der Browser wie die Schere für den Frisör. Als ich mich für Firefox entschied (das ist schon ein bisschen her), war dieser sowohl in Geschwindigkeit, als auch in Funktionalität und Erweiterbarkeit der beste Browser. Mittlerweile ist der Fuchs sowohl bei Geschwindigkeit, als auch bei den Funktionalitäten nicht mehr der Erstplatzierte. Besonders Googles Chrome zeigt, wie stark eine Javascript-Engine zu sein hat. In Sachen CSS-Kompatibilität kann Firefox auch schon lange nicht mehr prahlen: Browser, wie Opera oder Safari erreichen bei den Tests mindestens genauso gute Werte.
Im Laufe der Zeit hat man sich seinen Browser an persönliche Bedürfnisse angepasst. So finden bei mir Extensions wie Firebug, Webdeveloper oder Colorzilla Anwendungen. Das war für mich auch immer der Hauptgrund, auf einen Wechsel zu verzichten. Nun haben aber mittlerweile auch die anderen Browser die Möglichkeit durch Plugins erweitert zu werden. Natürlich muss auch erstmal geschaut werden, ob die geliebten Extensions auch für die anderen Browser vorhanden sind.

Es bestand für mich also kein zwingender Grund mehr, nicht auf einen “besseren” Browser zu wechseln. Dabei schied der Internet Explorer (auch wenn er sich mit Version 9 gebessert hat) bereits im Vorfeld aus. Ich denke, dass es da keiner weiteren Begründung bedarf. Auch Safari stand für mich nicht wirklich zur Debatte, da ich kein Fan von Apple-Produkten bin. Blieben also noch Opera und Chrome zum Vergleich übrig. Die Entscheidung fiel dann aber recht schnell auf Grund der hohen Geschwindigkeit, Kompatibilität und HTML5-Unterstützung (3D-WebGL) auf Googles Chrome. Also trennte ich mich, schweren Herzens vom Firefox um Chrome willkommen zu heißen.

Es geht trotzdem nicht ohne Kompromisse.

Ziel bei einem Browserwechsel ist es in erster Linie, auf so wenig Funktionalitäten wie möglich zu verzichten oder Kompromisse einzugehen. Bei meinem Wechsel zu Chrome war ich noch relativ skeptisch ob dieser meinen Ansprüchen gerecht wird. Zu meine Freude musste ich bisher auf so gut wie noch keine Funktionalität verzichten. Firebug und ein Colorpicker wurden sofort nachgerüsten. Was mich persönlich an Chrome immer schon störte, ist das Spielzeugladen-Design. Auch das wurde sofort ohne Probleme geändert. Doch leider geht es nicht ganz ohne Kompromisse. In Firefox verwendete ich eine Extension namens Tabmix plus, welches es mir erlaubte durch Doppelklick auf einen Tab, diesen zu schließen oder das Aussehen dieser zu verändern. Leider habe ich kein vergleichbares Plugin für Chrome gefunden (für Tipps wäre ich sehr dankbar).

Was habe ich nun gewonnen? Merkbar mehr Geschwindigkeit. Chrome schießt die Webseiten nur so auf den Bildschirm (dieser Werbespot ist also nicht gelogen). Mehr Platz. Chrome ist sehr genügsam mit dem Kontrollelementen. So bleibt mehr Platz für die Webseiten. Die Omnibox (Adresszeile und Google-Suche in einem, sogar mit Instant-Unterstützung). Es hat sich also gelohnt.

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  • Autor: Tino Datum: 07.02.2011 - 10:20

    Man sollte bei dem Wechsel aber die enorme Sammelwut der Datenkracke “google” bedenken. Das gibt mir persönlich sehr zu denken, weswegen ich erstmal bei Firefox bleibe. ;)

  • Autor: JanSuchandt Datum: 07.02.2011 - 21:08

    Standartmäßig ist die Datenübertragung zum Service von Google deaktiviert. Man kann das natürlich “zur Verbesserung” einstellen. Daten ohne Nachfrage werden aber nicht mehr gesammelt.

  • Autor: Tino Datum: 08.02.2011 - 04:51

    Hast du dies getestet? Heute las ich das Firefox dieses Jahr noch 4 Releases erhält, um wieder konkurrenzfähig zu chrome zu sein. Schließlich hat Firefox das geschafft was jahrelang undenkbar war. Sich zu einem echten Konkurrenten heranmausern. Er hat somit eine neue Ära eingeleutet. Ich bleib diesem Browser erstmal treu. Er ist obenSource und kein Produkt eines Millirdenschweren Multikonzerns,

  • Autor: JanSuchandt Datum: 08.02.2011 - 05:29

    Gegen dein letztes Argument kann man nicht viel sagen. Ich habe natürlich auch schon Minefield (FF4) getestet, aber dieser hat, nach Stand Beta 10, immer noch eine langsamere JS-Engine als Chrome. Browser ist und bleibt natürlich auch geschmackssache.

  • Autor: Andi Datum: 09.02.2011 - 16:50

    Hmm… die Funktionalität scheint ja zu passen. Ich werde dennoch mal meinen Freund Wireshark bemühen um herauszufinden, wie oft und welche Daten an die “Mutti” weitergeleitet werden.

    Die Ergebnisse gibts dann in Blog-Form^^

  • Autor: JanSuchandt Datum: 09.02.2011 - 17:24

    Ich freue mich auf deine Testergebnisse. Natürlich wird es, sobald FF4 draußen ist, auch einen Beitrag dazu geben.

  • Autor: Norman Datum: 06.03.2011 - 15:55

    Ich weiß zwar nicht was du mit “durch Doppelklick auf einen Tab, diesen zu schließen oder das Aussehen dieser zu verändern” genau meinst aber in jedem Browser kann man mit Mittelklick Tabs zumindest schließen.

  • Autor: JanSuchandt Datum: 06.03.2011 - 19:40

    Ja Norman, hast du vollkommen recht. Aber es gibt Mäuse (zB. Logitech), da ist die Mitteltaste bereits mit einer anderern Funktion belegt (Mausrad ein- und ausrasten). Das Plugin in Firefox heißt übrigens Tabmix plus. Kannst es dir ja mal anschauen.

  • Autor: Robert R. Datum: 24.03.2011 - 13:48

    Hi,
    die Vorteile von Google Chrome liegen klar auf der Hand, wodurch ich mich auch zum Umstieg zu Chrome entschied. Allerdings sollte noch der große Nachteil angezeigt werden. Google Chrome hält nicht viel von Datensicherheit.
    Google Chrome basiert jediglich auf der OpenSource-Browser-Technologie namens “Chromium”, welche sich Google zu eigen gemacht hat.
    Wer also bedenken hinsichtlich der Datensicherheit hat, kann ruhigen Gewissens auf Browser wie z.B. SWare Iron umsteigen. Dieser sieht genauso aus wie Google Chrome, allerdings ohne Google “Spionagetools”.

    SWareIron: http://www.chip.de/downloads/SRWare-Iron_32944050.html

  • Autor: JanSuchandt Datum: 25.03.2011 - 23:24

    Hi Robert,
    das Gerücht, dass Google mit Chrome Daten gesammelt hat, hält sich hartnäckig. Das ist aber nur bedingt war, denn die ID, welche Chrome an Google gesendet hat ist bereits seit Version 4 nicht mehr vorhanden. Mittlerweile sendet Chrome nurnoch bei der Instant-Suche über die Omnibox Daten. Das passiert aber auch, wenn man die Google Suche ohne Chrome verwendet.
    http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Software-Browser-Google-Chrome-4-1-Datenschutz-5106589.html

  • Autor: Tino Datum: 06.06.2011 - 13:31

    Firefox 4 kommt inzwischen mit einer verbesserten Performance daher. Dies stimmt mich doch sehr positiv. Dennoch habe ich mich hinreisen lassen mal den Iron-Browser zu testen. Dieser überzeugt natürlich, genau wie google Chrome, mit seiner einzigartigen Performance. Da lohnt sich ein Nachdenken über einen Wechsel. Jedoch bleib ich erstmal dem Firefox treu, da es den Iron noch nicht für Linux gibt. Oder etwa doch?

  • Autor: Tino Datum: 10.11.2011 - 07:49

    Oha, Die neue FF Version 8 kommt doch schon weider sehr flott daher. Die schnelle Release-Folge scheint dem Browser nicht schlecht zu tun. da kann man auf Version 10 am JAhresende gespannt sein.

Über den Autor

Student der Medienproduktion an der BA Dresden. Junior Consultant Softwareentwicklung und Design bei SAW. Webentwickler und Designer.
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