Eclipse – mehr als nur ein Java-Editor
- Kateogrie: Sonstiges, Webentwicklung
- 09.02.2011
- Kommentare: 1
Vor einigen Tagen habe ich euch einen meiner favorisierten Editoren vorgestellt: Notepad++. Dieser eignet sich besonders gut, wenn man schnell mal etwas programmieren möchte oder kleinere Projekte zu managen hat. Werden die Projekte größer oder steigen die Anforderungen an den Editor, gelangt NP++ schnell an seine Grenzen. Dann hilft meistens nur ein Editor-Schwergewicht wie Eclipse. Wobei Eclipse auch eigentlich kein einfacher Editor mehr ist, sondern eine IDE.
Sicherlich habt ihr bereits von Eclipse gehört. Spätestens wenn man sich mit Java-Programmierung beschäftigt, führt kein Weg mehr an Eclipse vorbei. Das liegt daran, dass Eclipse eigentlich für Java-Entwickler konzipiert wurde. Da aber Eclipse, wie z.B. Firefox, durch Plugins erweiterbar ist, haben auch andere Communities diesen Editor für sich entdeckt. Ich benutze ihn z.B. auf Arbeit und habe bisher keine einzige Zeile Java geschrieben (nicht das ich es nicht könnte
).
Eclipse kann z.B. mit PHP, Perl oder C erweitert werden und unterstützt somit auch Debuging oder Syntax-Highlighting der jeweiligen Sprache. Wer sich nicht die Mühe machen möchte und jede Sprache nachrüsten will, kann sich auf der offiziellen Seite eines der zahlreichen Packages downloaden.
Eclipse eignet sich besonders für Großprojekte mit langer Laufzeit, denn hat eine integrierte Projektverwaltung. Es ist möglich Projekte nach seinen Vorlieben zu gestalten: Eclipse legt z.B. vorher festgelegte Ordnerstrukturen und Dateien beim erstellen eines Projektes an. Das spart Zeit. Auch CVS, ein System zur Versionsverwaltung, wird unterstützt und ermöglicht das Verwaltungen von Projekten mit mehreren Entwicklern.
Durch die verschiedenen Perspektiven, die Eclipse besitzt, ist es besonders einfach zwischen mehreren Programmierumgebungen zu wechseln. So bekommt man andere Fenster oder ein anderes Layout, je nachdem welche Programmiersprache man verwendet. Die Outline in PHP bspw. zeigt alle Variablen und Funktionen der geöffneten PHP-Datei in einer Listenansicht. Dadurch lässt sich schnell durch die Datei navigieren.
Eclipse bietet also alles was ein Entwicklerherz begehrt (bei einer Dateigröße von ca. 170mb des Classic-Packages möchte das auch sein). Natürlich hat auch Eclipse, wie Notepad++ auch, Nachteile. So verbraucht Eclipse einiges an Ressourcen und braucht relativ lang zum starten. Was ich noch negativ bewerte, ist das fehlende Theming. Zwar lässt sich Eclipse vom Aussehen her recht gut anpassen, aber Themes lassen sich nur umständlich installieren (bei Bedarf schreibe ich auch mal ein Tutorial, wie man Textmate-Themes installiert).
Wer Gefallen an Eclipse gefunden hat, kann sich die IDE auf der offiziellen Eclipse-Website downloaden.
Ein abschließender Tipp: Wer überwiegend Webdesign, statische Webseiten oder mobile Apps erstellt und trotzdem Eclipse nutzen möchte, dem empfehle ich Aptana. Diese WDE basiert auf Eclipse, gibt den Entwickler aber besondere Tools zur Hand (z.B. Jquery-Syntax-Highlighting, Colorpicker, HTML-Buttons usw.).





Dieser Eintrag bekommt von mir das Prädikat “wertvoll”. Ich kenne Eclipse bisher nur aus der JAVA Entwicklung – meine Neugierde ist geweckt.